Tipps zur Reinigung der Waschmaschine 2


Der Job der Waschmaschine ist es, Schmutz aus der Wäsche zu entfernen. Doch wer befreit die Maschine von den Schmutzrückständen, die dabei zwangsläufig entstehen? Es gibt eine gute und schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst: Leider bleibt diese Aufgabe an Ihnen hängen. Das lästige Reinigen hat aber seine guten Seiten: Sie können damit die Lebenszeit Ihrer kostspieligen Waschmaschine verlängern und auf lange Sicht Geld sparen.

Türmanschette reinigen

Sobald Sie die Glastür öffnen, begegnen Sie sogleich der Problemzone Ihrer Waschmaschine, sofern Sie einen Frontlader besitzen. Dort befindet sich eine Gummidichtung, welche die Trommelöffnung einfasst. Sie verhindert, dass während des Waschvorgangs Wasser aus der Trommel in das Gehäuse eindringt.

 

Der Dichtungsring ist jedoch permanenten Belastungen durch die Bewegungen der Waschtrommel ausgesetzt. Am heftigsten wirkt sich der Schleudergang aus. Außerdem lagert sich in den Ritzen des Kunststoffs Schmutzwasser ab und greift das Material an. Im schlimmsten Fall bildet sich Schimmel.

 

Türmanschette Foto © White Parts Patzschke Ltd.

Türmanschette
Foto © White Parts Patzschke Ltd.

 

Gegen die mechanischen Belastungen können Sie nichts unternehmen. Sie können jedoch die Türmanschette beizeiten richtig pflegen. Dadurch senken Sie das Risiko, dass der Kunststoff porös wird und irgendwann aufplatzt.

 

Dazu nehmen Sie am besten etwas Waschpulver und verrühren es mit heißem Wasser. Suchen Sie sich eine weiche Bürste, mit der Sie zwischen die Falten der Dichtung gelangen. Und dann schrubben Sie das Teil einmal rundum sauber. Anschließend wischen Sie den Ring mit einem Lappen wieder trocken.

 

Vorsicht beim Einsatz von anderen Reinigungsmitteln: Alles, was irgendwie Säure enthält, greift den Gummi an. Verzichten Sie also lieber auf so bewährte Hausmittelchen wie Essig oder Cola.

 

Waschmaschine stets lüften

Zudem sollten Sie nach jedem Waschvorgang das Bullauge einige Zeit geöffnet lassen, bis die Restfeuchtigkeit aus der Trommel verdunstet ist. Ein feuchtes Klima begünstigt die Ausbreitung von Keimen und Schimmel.

 

Flusensieb

Das Flusensieb sitzt bei der Waschmaschine im Kreislaufsystem der Laugenpumpe und soll Haare und Flusen herausfischen, bevor sie das Gerät verstopfen. Das Sieb finden Sie meist im Sockelbereich der Maschine, wo es sich hinter einer Blende verbirgt.

 

Flusensieb hinter Blende Foto: wikimedia.org © Gmhofmann

Flusensieb hinter Blende
Foto: wikimedia.org © Gmhofmann

 

Die Fremdkörperfalle

Doch von Fusseln geht für die modernen Maschinen kaum noch Gefahr aus. Deshalb dienen die heutigen Siebe inzwischen einem anderen Zweck und heißen offiziell Fremdkörperfalle. Ein gruseliger Name, aber in der Fremdkörperfalle sammeln sich in der Tat all die Kleinteile, die Sie vor dem Waschen in der Kleidung vergessen haben und die das Gerät ernsthaft beschädigen könnten.

 

Wer weiß, auf welche Schätzchen Sie stoßen, wenn Sie das Flusensieb Ihrer Waschmaschine reinigen. Münzen, Schmuck, Nägel, Schrauben und Muttern gehören zu den beliebtesten Fundstücken.

 

Die heutige Fremdkörperfalle: Die Maschen sind zu groß, um noch Haare und Flusen aufzuhalten Foto: wikimedia.org © Gmhofmann

Die heutige Fremdkörperfalle: Die Maschen sind zu groß, um noch Haare und Flusen aufzuhalten
Foto: wikimedia.org © Gmhofmann

 

Flusensieb regelmäßig abbürsten

Diese Hartgegenstände können Sie mit bloßen Fingern entfernen. Den Mix aus Staub und Haaren, der sich in dem Sieb mit der Zeit ansammelt, sollten Sie regelmäßig mit einer Bürste oder einem Lappen entfernen. An den feuchten Fusseln lagert sich ansonsten gerne Schimmel an.

 

Verunreinigungen durch Schmutz und Fett

Die modernen Waschmaschinen verbrauchen erfreulich wenig Strom und Wasser. Da die meisten Programme mit 40° C bereits hervorragende Waschergebnisse erzielen, ist die gute, alte 95°-Kochwäsche kaum noch vonnöten.

 

Die Sache hat allerdings einen Haken. Infolge der niedrigeren Temperaturen lagert sich im Innern der Waschtrommel zunehmend ein Schmutz- und Fettfilm ab. Die Bakterien reagieren entzückt, denn so sieht der ideale Nährgrund für sie aus. Sobald sich im abgepumpten Spülwasser die ersten Bröckchen zeigen – landläufig auch »Fettläuse« genannt –, sollten Sie dringend etwas unternehmen.

 

Einmal Vollprogramm hilft

Um die hartnäckigen Fettablagerungen zu beseitigen, wählen Sie einfach das heißeste Programm, das Ihre Waschmaschine zu bieten hat. Füllen Sie wie üblich Waschmittel ein, aber lassen Sie die Trommel leer. Manche Maschinen besitzen im Übrigen ein Selbstreinigungsprogramm, das diese Aufgabe vollautomatisch erledigt.

 

Sollte diese Methode nicht helfen, bleibt Ihnen noch der Griff zu Spezialreinigern für Waschmaschinen. Sie erhalten diese Produkte in Drogeriemärkten und beim Fachhändler. Einen ersten Überblick über die verfügbaren Spezialreiniger können Sie sich bei Amazon verschaffen.

 

Wie Sie das Mittelchen anzuwenden haben, ist auf der Verpackung näher erläutert. Im Prinzip funktioniert das jedoch genauso wie oben beschrieben: Sie starten das Programm für Kochwäsche – nur dieses Mal geben Sie das Reinigungsmittel hinzu. Der Vorteil der professionellen Reiniger: Sie helfen auch gegen Kalkablagerungen.

 

Lästiger Kalk

Kalk wird fast zwangsläufig zum Problem, wenn man Wasser erhitzt. Zum einen siedeln sich Bakterien und Keime mit Vorliebe auf den Kalkablagerungen an. Zum anderen sorgt Kalk auf den Heizstäben dafür, dass die Maschine deutlich mehr Strom verbraucht. Eine fünf Millimeter dicke Schicht erhöht den Energieverbrauch um 30 %. Außerdem leidet die Wäsche unter dem Kalk. Sie bekommt einen Grauschleier. Bunte Textilien wirken zunehmend »verwaschen«.

 

Im Handel ist eine Vielzahl von Entkalkungsmitteln als Tab und Pulver erhältlich, die Sie bei jedem Waschgang einfach dem Waschmittel hinzufügen. Das ist insbesondere in Gegenden unerlässlich, in denen das Leitungswasser einen hohen Härtegrad aufweist. Hier eine Übersichtskarte mit den Wasserhärtegraden in Deutschland.

 

Wer lieber auf bewährte Hausmittel setzt statt auf teure Synthetikprodukte, kann dem Spülwasser einen Spritzer Zitronensäure oder Essigessenz beigeben.

 

 

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