Waschmaschinen von Siemens


Die BSH Hausgeräte GmbH unterhält heute noch ein Werk in Deutschland (Nauen), in dem sie Waschmaschinen fertigt. Ansonsten erfolgt die Produktion der Waschvollautomaten in Polen, Russland, Türkei, China und Indien.

Die Siemens-Waschmaschinen sind vorwiegend Frontlader mit einem Fassungsvermögen zwischen 6 kg und 9 kg. Daneben produziert das Unternehmen noch einige wenige Toplader und Einbaugeräte. Die meisten Maschinen haben Standardmaß (60 x 60 x 85 cm). Ein kleinerer Teil ist auch mit einer geringeren Gerätetiefe von 55 cm erhältlich. Zudem ist knapp die Hälfte der Siemens-Frontlader unterbaufähig.

Die ersten Buchstaben wie WM oder WP bezeichnen den Gerätetyp. Die normalen Frontlader haben bei Siemens beispielsweise das Kürzel WM, die Toplader das Kürzel WP. Die superschmalen Frontlader werden mit WS gekennzeichnet, die vollintegrierten Einbaumaschinen mit WI. Von den beiden letzteren Gerätetypen ist jedoch im aktuellen Produktkatalog nur jeweils ein Modell erhältlich.

 

Produktklassen

Siemens unterteilt seine Waschmaschinen in verschiedene Produktklassen. Die Klassen unterscheiden sich in ihrer Ausstattung und natürlich im Preis:

  • iQ100 = ca. 500 Euro
  • iQ300 = ca. 500-700 Euro
  • iQ500 = ca. 650-800 Euro
  • iQ700 = ca. 900-1050 Euro
  • iQ800 = ca. 1000-1200 Euro

Die Preise beziehen sich allerdings auf die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Gerade im Internet-Handel finden Sie diese Geräte teilweise 300-400 Euro günstiger als angegeben. Die meisten Waschmaschinen von Siemens bringen eine Schleuderdrehzahl von 1.400 oder 1.600 Umdrehungen. Dies erkennen Sie sofort an der Produktbezeichnung: WM14xxxxx steht für 1.400 Umdrehungen, WM16xxxx für 1.600 Umdrehungen.

Die jeweilige Produktklasse iQxxx können Sie im Übrigen rasch am mittleren Buchstaben des Produktnamens erkennen. Die Siemens WM14Y54D ist also beispielsweise ein normaler Frontlader mit 1.400 Schleuderumdrehungen der höchsten Produktklasse iQ800.

  • iQ100 = B
  • iQ300 = E
  • iQ500 = Q
  • iQ700 = W
  • iQ800 = Y

 

Vollwasserschutz

Viele (aber nicht alle) Siemens-Geräte warten zudem mit dem Luxus eines Vollwasserschutzes auf. Der nennt sich bei Siemens allerdings „aquastop“. Da bin ich anfänglich auch drüber gestolpert. Denn Aquastop bedeutet bei den meisten Herstellern, dass lediglich ein doppelwandiger Schlauch oder auch nur ein Sicherheitsventil enthalten ist, das den Wasserzulauf bei einem Leck unterbricht. Doch die Siemens-Maschinen sind tatsächlich mit einem Vollwasserschutz ausgerüstet, für den der Hersteller auch eine lebenslange Garantieleistung übernimmt. Das heißt, auch die Bodenwanne ist mit einem Schwimmer oder Sensor ausgerüstet, der bei einem Maschinenleck die Wasserzufuhr unterbricht und die Ablaufpumpe aktiviert.

Solche Waschmaschinen mit Vollwasserschutz gelten als besonders sicher. Wenn Sie solch eine Waschmaschine besitzen, übernimmt normalerweise die Haftpflichtversicherung anstandslos die Schadensregulierung, selbst wenn das Gerät in Ihrer Abwesenheit einen Wasserschaden produziert hat. Wer letztlich die Zeche zahlt – Siemens oder der Versicherer –, kann ich Ihnen allerdings nicht sagen.

 

Energieverbrauch

Siemens wirbt zwar mit dem Spruch, extrem energiesparende Waschmaschinen herzustellen. Die Bandbreite ist allerdings recht groß und nicht in jedem Fall trifft die Werbung zu. Doch die Siemens WM14Y7W4 dürfte tatsächlich die Waschmaschine mit dem derzeit geringsten Stromverbrauch (nur 89 kWh im Jahr) auf dem Markt sein.

Zudem sind die Siemens-Waschmaschinen durch die Bank mit der varioPerfect-Steuerung ausgerüstet. Sie drücken einfach die Taste „speedPerfect“ oder „ecoPerfect“ vor Programmstart und die Maschine optimiert entweder die Waschgeschwindigkeit oder den Energieverbrauch.

 

Ausstattungsmerkmale

Die Siemens-Waschmaschinen sind in der Regel mit einem flotten 15-minütigen Kurzprogramm, einem Knitterschutz und der Option „Extraspülen“ ausgestattet. Zudem gehören normalerweise Wolle/Handwäsche, Fein/Seide, Mischwäsche, eine Nachlegefunktion und eine Endzeitvorwahl dazu. Die Endzeitvorwahl ist etwas praktischer als die weitverbreitete Startzeitvorwahl, da Sie hier tatsächlich den Zeitpunkt eingeben können, wann die Maschine fertig sein soll.

Darüber hinaus sind die Siemens-Geräte oftmals mit einer Schaumerkennung und einer sensorgesteuerten Beladungserkennung ausgerüstet. Letztere arbeitet präziser als die mechanische Mengenautomatik.

Bei den höherklassigen Waschmaschinen finden Sie dann noch zahlreiche Extras wie zum Beispiel eine Verbrauchsanzeige, ein Anti-Fleckenprogramm mit 16 verschiedenen Fleckenarten oder Spezialprogramme für bestimmte Textilarten (u.a. Hemden, Dessous). Sehr häufig verbaut Siemens ein Outdoor-Programm, mit dem Sie gleichzeitig Sport- und Funktionskleidung imprägnieren können. Dadurch lässt sich die empfindliche Schutzmembran der Mikrofasern erneuern.

 

Zu folgenden Waschmaschinen von Siemens finden Sie auf meiner Seite noch nähere Informationen:

Das Gesamtangebot aller Siemens-Waschmaschinen bei Amazon finden Sie hier.

Und schließlich die Waschmaschinen-Seite des Herstellers.

 

zu —> Ratgeber Waschmaschine

zu —> Allgemeine Infos über Hersteller Siemens