Der Hersteller Logitech


1981 gründete der Schweizer Daniel Borel zusammen mit Kollegen von der kalifornischen Stanford University die Firma Logitech. Der Hersteller gehört heute weltweit zu den führenden Produzenten von Computerzubehör. Die Anfänge des Unternehmens gehen auf die Entwicklung der ersten in Serie produzierten Computermaus zurück.

Doch inzwischen hat sich das Sortiment merklich ausgeweitet. Bei den drahtlosen Peripheriegeräten, die mit einem Computer über eine digitale Funkstrecke Verbindung aufnehmen, gilt Logitech zum Beispiel als Weltmarktführer. Zu den Produktgruppen von Logitech gehören:

  • Mäuse
  • Tastaturen
  • Joysticks
  • Webcams
  • Headsets
  • Lautsprecher
  • Universal-Fernbedienungen

 

Meilensteine in der Unternehmensgeschichte

1982 brachte Logitech die P4 Maus auf den Markt – die erste in Serie produzierte Computermaus. Im gleichen Jahr stieg der ewige Konkurrent Microsoft ebenfalls in den zukunftsträchtigen Markt der Computerperipheriegeräte ein.

Erfinder des Dreitastenprinzips

1985 entwickelte Logitech die LogiMouse C7. Die Besonderheit: Sie bezog ihre Stromversorgung direkt vom Computer. Damals handelte es sich noch um eine RS-232-Schnittstelle. Doch das Konzept war bahnbrechend und hat bis heute seine Gültigkeit behalten, auch wenn man inzwischen USB-Anschlüsse benutzt. Die LogiMouse C7 führte zudem das Dreitastenprinzip ein, das gleichfalls nach wie vor als Standard für PC-Mäuse gilt.

Erfinder der runden Maus

Das Design der ersten Generation von Computermäusen war noch flach und rechteckig gehalten. 1989 brachte Logitech den Mouse-Man auf den Markt. Diese Maus unterschied sich durch ihre runde, bucklige Form deutlich von anderen Mäusen. Logitech verbesserte dadurch die Ergonomie des Eingabegeräts. Bis heute ist diese Konstruktionsweise vorbildlich geblieben.

Erfinder der kabellosen Maus

1991 erschien der Mouse-Man in einer drahtlosen Variante – die Geburtsstunde der kabellosen Funkmaus. Später entstand daraus noch der Cordless Mouse-Man Optical, die erste Maus mit optischer Abtastung statt der bis dahin üblichen Rollkugel. Und 2004 erfand Logitech schließlich mit der MX1000 die erste Laser-Maus.

Logitech führte darüber hinaus andere Größen auf dem Markt ein. Die Kidzmouse war beispielsweise an kleinere Kinderhände angepasst. Diese Bauweise übernahm man später, um kompaktere Notebook-Mäuse herzustellen. Zudem ist Logitech für seine Innovationen im Bereich der Joysticks bekannt. Spezielle Controller für Spielkonsolen wie etwa das Lenkrad Driving Force gehen ebenfalls auf Logitech zurück.

Andere Geschäftsfelder

Mit dem Kauf der Firma Connectix stieg Logitech ins Geschäft mit den Webcams ein. Connectix hatte bis dahin die QuickCam-Serie entwickelt. Weitere Übernahmen vergrößerten die Produktpalette. Mithilfe des Herstellers Intrigue Technologies fasste Logitech in der Herstellung von Universalfernbedienungen Fuß. Das Modell Harmony vermarktete der Konzern als erste „Maus fürs Haus“. Zusätzlich erwarb Logitech 2008 die Mehrheit am Kopfhörerhersteller Ultimate Ears und 2009 an LifeSize, einem auf Videokonferenzen spezialisierten Hersteller.

Erfinder der hochauflösenden Gaming-Maus

Logitech treibt weiterhin die technologischen Neuerungen in seinem Kerngeschäft voran. Mit dem Modell G9 konnte Logitech 2007 zum Beispiel die optische Auflösung der Maus auf damals außergewöhnlich hohe 3.200 dpi steigern. Von diesem Quantensprung profitiert bis heute der gesamte Bereich der hochauflösenden Gaming-Mäuse. Die MX Air war 2008 die erste Maus, die ohne jeglichen Bodenkontakt auskam. Man konnte sie in der Luft steuern. Im selben Jahr verkaufte Logitech im Übrigen die milliardste Maus in seiner Unternehmensgeschichte.