Welche Holzsorten eignen sich als Kaminholz?


Für Kaminholz verwendet man sowohl Laub- als auch Nadelhölzer. Nadelhölzer wie Kiefer, Tanne oder Fichte wachsen in der Regel schneller. Deshalb erreicht das Holz eine geringere Dichte und wiegt weniger als das der Laubbäume. Laubhölzer wie Eiche, Buche oder Esche sind langsam wachsende Baumarten, die einen höheren Härtegrad des Holzes erreichen.

Hartholz und Weichholz

Umgangssprachlich setzt man deshalb Laubholz mit Hartholz und Nadelholz mit Weichholz gleich. Das trifft aber nicht in jedem Fall zu. Zum Beispiel gelten die Schwarzkiefer und bestimmte Lärchenarten auch als Harthölzer. Umgekehrt zählen Linde, Pappel und Erle zu den Weichhölzern.

 

Nibe-Kaminofenprogramm, Contura 11 und 21 - Foto © Rahedesign/Wikipedia

Nibe-Kaminofenprogramm, Contura 11 und 21 – Foto © Rahedesign/Wikipedia

 

Laubholz besitzt als Kaminholz höheren Brennwert

Wenn Sie beim Kaminholz der Brennwert vorrangig interessiert, sollten Sie in erster Linie auf Laubholz zurückgreifen. Das Hartholz findet wegen seines höheren Brennwerts auch wesentlich häufiger Verwendung als Kaminholz.

Laubbäume sind darüber hinaus weniger verharzt als Nadelhölzer. Kaminholz aus Laub brennt deswegen gleichmäßiger ab. Auch die Geruchsentwicklung ist deutlich geringer.

 

Nadelholz verbreitet aromatischen Geruch und typisches Feuerprasseln

Der Harz und die Fette im Nadelholz führen nämlich dazu, dass die Holzscheite verstärkt Funken schlagen, wenn sie im Kamin verbrennen. Außerdem geht der Brennvorgang wesentlich geräuschvoller vonstatten. Für manche Menschen ist dieses typische Knistern und Prasseln jedoch genau das, was sie von einem gemütlichen Abend vor dem Kamin erwarten. Je nach Holzsorte kann das harzige Nadelholz auch einen wohlriechenden Duft entfalten.

 

Foto © KevCortellari/Wikipedia

Foto © KevCortellari/Wikipedia

 

Laubhölzer für offene Kamine die bessere Wahl

In einem geschlossenen Kamin- oder Kachelofen kann man ohne Bedenken beide Holzarten verfeuern. Die modernen Systeme sind so ausgelegt, dass sie den Heizwert des Kaminholzes optimal nutzen. In einem offenen Kamin kommen hingegen bevorzugt Laubhölzer zum Einsatz. Insbesondere der Funkenschlag ist dort unerwünscht und kann zu einer Gefährdung beitragen, wenn in der Nähe leicht entflammbare Möbel stehen.

 

Große Gewichtsunterschiede bei Kaminholz

Das Gewicht stellt einen weiteren wesentlichen Unterschied zwischen Laub- und Nadelhölzern dar. Das härtere Laubholz wiegt in der Regel mehr. Die einheimische Eiche bringt etwa 800 Kilogramm pro Kubikmeter auf die Waage. Handelt es sich um frisch gefälltes Holz, beträgt das Gewicht sogar über eine Tonne wegen der im Holz enthaltenen Feuchtigkeit. Um mit Ihrem Pkw keinen Achsbruch beim Holzkauf zu erleben, sollten Sie sich beim Händler vorab hinsichtlich der genauen Zahlen erkundigen.

 

Hartholz schwerer zu verarbeiten

Wie es der Begriff bereits erwarten lässt, ist Hartholz schwerer zu bearbeiten. Wenn Sie auf maschinelle Hilfe verzichten, ist mehr Kraft vonnöten, um hartes Laubholz wie Eiche zu spalten oder zu zersägen. Wollen Sie das Holz in Regalen lagern, müssen diese für diese Belastung ausgelegt sein.

 

Preisunterschiede bei Kaminholz

Auch im Preis unterscheiden sich Laub- und Nadelhölzer. Die Harthölzer mit höherem Brennwert sind teurer. Ein seriöser Händler weist Sie darauf hin, wie viel der exakte Heizwert pro Raummeter beträgt. Denn das ist für die meisten Kunden der wichtigste Richtwert für die Kaufentscheidung. Da allein die Eiche 600 verschiedene Unterarten kennt, ist diese Beratung auch notwendig.

 

Kaminholz: Unterschiede bei den Holzsorten

Für Kaminholz haben sich unterschiedliche Holzsorten etabliert, die von den Händlern bevorzugt angeboten werden. Natürlich können Sie auch andere Sorten wie zum Beispiel Obstbaumholz verfeuern, wenn Ihnen ein Nachbar oder Bauer ein günstiges Angebot macht. Bei den Laubhölzern eignen sich insbesondere folgende Holzsorten für Kaminholz:

  • Buche
  • Eiche
  • Pappel
  • Robinie
  • Akazie
  • Birke
  • Esche
  • Erle

Bei den Nadelhölzern sind folgende Sorten gefragt:

  • Fichte
  • Kiefer
  • Lärche

 

Kaminholz Fichte

Fichte stellt die in Deutschland am weitesten verbreitete Holzart dar. Das Nadelgehölz brennt zügig ab. Kaminbesitzer benutzen es gerne zum Anbrennen des Feuers. Das Scheitholz entzündet sich schnell.

In geschlossenen Öfen kann man Fichtenholz auch ohne Probleme als Brennholz verwenden. Allerdings ist dies bei offenen Kaminen keine gute Idee. Die Glut der Fichte spritzt und produziert einen weiten Funkenschlag. Daran tragen die im Holz eingeschlossenen Harzblasen Schuld. Sobald sie sich erhitzen, explodiert das Harz.

Zu den Vorzügen der Fichte gehören die geringen Anschaffungskosten. Außerdem zählt Fichte zu den pflegeleichten Lagerhölzern. Die Feuchtigkeit entweicht dem Holz schon innerhalb eines Jahres. Wegen seiner Weichheit lässt es sich von allen gängigen Kaminhölzern am einfachsten spalten und sägen.

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Kaminholz Pappel

Das Laubholz der Pappel eignet sich ebenso wie Fichte für das Anbrennen des Kaminfeuers. Pappelholz bringt den Kamin rasch auf die gewünschte Temperatur.

Wenn Hartholz wie Buche im Kamin ruhig vor sich hinglimmt, ist es ab und an notwendig, das Feuer wieder zu verstärken. Das Buchenholz verbrennt dann sauberer und erreicht seinen optimalen Brennwert. Die Pappel leistet dabei gute Dienste, das Kaminfeuer wieder zu entfachen. Sie bietet darüber hinaus ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis.

 

Kaminholz Buche

Buche ist ohne Zweifel das beliebteste Kaminholz. Das Laubholz besitzt einen exzellenten Heizwert, glimmt sehr gut und entwickelt eine schöne Flamme. Ein getrockneter Raummeter Buchenholz besitzt den Brennwert von mehr als 200 Litern Heizöl.

 

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Buche hat den Vorteil, dass beim Verbrennen dieses Holzes praktisch keine Funken entstehen. Der Geruch, den Buche während des Brennvorgangs verströmt, ist angenehm dezent. Deshalb greift man vor allen Dingen auf diese Holzsorte zurück, wenn man Nahrungsmittel räuchert (Mehr über Räucheröfen können Sie in diesem Artikel erfahren).

Und obwohl Buche zu den Harthölzern zählt, lässt sich dieses Kaminholz problemlos spalten. Der einzige Nachteil ist, dass es zu den teureren Hölzern zählt.

 

Kaminholz Eiche

Eiche bietet einen ähnlich hohen Brennwert wie Buche. Man greift zu Eichenholz, wenn die Wärmegewinnung im Vordergrund steht. Es kommt aber meist nur in geschlossenen Öfen zum Einsatz. Bei offenen Kaminen benutzt man lieber Buche.

Eiche glimmt zwar ähnlich gut, doch die Flammenentwicklung ist nicht so schön. Das Holz beinhaltet darüber hinaus Gerbsäure. Bei einem Kamin mit zu geringem Luftzug droht der Schornstein zu versotten. Das ist ein weiterer Grund, warum Eichenholz vor allen Dingen in geschlossenen Kaminöfen verbrannt wird.

 

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Kaminholz Robinie und Akazie

Mittlerweile zählen auch Robinie und Akazie zu den gefragten Kaminhölzern. Dabei handelt es sich um ein recht schweres Laubholz, das man als Grundstoff für den Bau von Gartenmöbeln nutzt. Die Fachhändler bieten das Holz nicht in der gleichen Menge an wie Buche oder Eiche. Aber Robinienholz verfügt über einen mindestens ebenso hohen Heizwert wie diese beiden Holzsorten.

 

Kaminholz Birke

Birkenholz hat einen deutlich geringeren Brennwert und brennt schnell ab. Dafür riecht es sehr angenehm. Die bläulich gefärbte, helle Flamme ist für viele Kaminliebhaber ein echter Hingucker. Wenn das Birkenholz trocken ist, schlägt das Holz im Kamin kaum Funken. Dadurch eignet es sich für offene Kamine.

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Kaminholz Kiefer und Lärche

Der angenehme Geruch macht auch Lärchen- und Kiefernholz zu einem beliebten Kaminholz. Im Unterschied zur Fichte, die ein ähnliches Brennverhalten aufweist, werden die Harzdüfte als würzig und positiv wahrgenommen.

Kiefernholz ist sehr leicht entzündbar. Trotz des Brennverhaltens besitzt die Kiefer einen besseren Heizwert als andere Nadelgehölze. Kiefernholz teilt aber mit Fichte die Eigenschaft, dass es als Kaminholz zu starker Funkenentwicklung neigt. Darum verfeuert man es eher in geschlossenen Kaminöfen.

 

Kaminholz Esche und Erle

Esche wiederum stellt das ideale Kaminholz für offene Kamine dar. Eschenholz ist nahezu frei von Funkenflug, hat einen hohen Brennwert und zeigt eine intensive Flamme. Ähnliches gilt für das Laubholz der Erle.

 

Sie können sich das Holz beim Händler Ihres Vertrauens besorgen oder Kaminholz online kaufen. Beide Methoden haben Ihre Vorteile. Der Fachhändler kann vor allen Dingen mit Beratung punkten.

Wenn Sie sich mit Brennwerten und den Unterschieden zwischen den Kaminholzsorten noch nicht so auskennen, ist dies zu empfehlen. Sollten Sie hingegen genau wissen, was Sie wollen, bekommen Sie das Kaminholz online meistens deutlich günstiger. Einen Überblick über die erhältliche Auswahl können Sie sich hier verschaffen.

 

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