Tipps zur Reinigung der Waschmaschine

Die Waschmaschine waschen: Wer befreit eigentlich den Saubermacher vom Schmutz?

Aufgabe der Waschmaschine ist es, die Wäsche von Schmutz zu befreien. Aber wer befreit die Maschine von den Schmutzrückständen, die dabei unweigerlich entstehen? Dazu gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht.

Die schlechte zuerst: Leider bleibt diese Aufgabe an Ihnen hängen. Doch das lästige Putzen hat auch seine guten Seiten: Sie verlängern die Lebensdauer Ihrer teuren Waschmaschine spürbar und sparen langfristig bares Geld.


🧼 Problemzone 1: Die Türdichtung & Manschette

Sobald Sie die Glastür öffnen, stoßen Sie bereits auf die Problemzone Ihrer Waschmaschine, sofern Sie einen Frontlader besitzen. Dort befindet sich eine Gummidichtung, die die Trommelöffnung umgibt. Sie verhindert, dass während des Waschvorgangs Wasser aus der Trommel in das Gehäuse eindringt.

Durch die Bewegungen der Waschtrommel ist die Dichtung ständigen Belastungen ausgesetzt – besonders beim Schleudern. Zudem lagert sich Schmutzwasser in den Ritzen des Kunststoffs ab, was das Material angreift. Im schlimmsten Fall kommt es zu hartnäckiger Schimmelbildung.

💡 So pflegen Sie die Manschette richtig:

Nehmen Sie etwas normales Waschpulver und verrühren Sie es mit heißem Wasser. Mit einer weichen Bürste gelangen Sie perfekt zwischen die engen Falten der Dichtung. Schrubben Sie den Ring einmal rundum sauber und wischen Sie ihn anschließend mit einem Lappen komplett trocken.

⚠️ Vorsicht bei Hausmitteln: Alles, was Säure enthält, greift den empfindlichen Gummi aggressiv an. Verzichten Sie bei der Dichtung also lieber auf vermeintlich bewährte Hausmittelchen wie Essig oder gar Cola, da der Kunststoff sonst porös wird und aufplatzt.

Goldene Regel für den Alltag: Lassen Sie nach jedem Waschgang die Tür noch einige Zeit weit geöffnet, bis die Restfeuchtigkeit aus der Trommel vollständig verdunstet ist. Ein feuchtes Klima ist der ideale Nährboden für Keime und Schimmelpilze.


🪙 Problemzone 2: Das Flusensieb (Die Fremdkörperfalle)

Das Flusensieb sitzt im Kreislauf der Laugenpumpe und sollte ursprünglich Haare und Flusen herausfischen, bevor sie die Maschine verstopfen. Sie finden sie meist ganz unten im Sockelbereich der Maschine hinter einer kleinen Blende.

Flusen stellen für moderne Maschinen heute kaum noch eine Gefahr dar. Früher (bei ganz alten Maschinen) waren diese Siebe sehr feinfasrig, um wirklich jede kleinste Textilfluse und jedes Haar aufzufangen, damit die Laugenpumpe nicht blockiert. Das Problem: Diese feinen Siebe verstopften ständig, und die Maschine pumpte nicht mehr ab.

Moderne Waschmaschinen-Pumpen sind technisch viel robuster und kommen mit normalen Haaren und feinen Flusen spielend klar. Die werden einfach mit dem Abwasser abgepumpt. Das Sieb ist heute viel grobmaschiger. Es ist nicht mehr dafür da, feine Flusen zu stoppen, sondern nur noch dafür, große, harte Fremdkörper abzufangen, bevor sie die Flügelräder der Pumpe zertrümmern.

Deshalb heißen die Siebe heute offiziell Fremdkörperfalle. Ein gruseliger Name, aber genau hier sammeln sich all die Kleinteile, die man vor dem Waschen in den Hosentaschen vergessen hat und die das System ernsthaft beschädigen könnten.

Wer weiß, welche Schätze Sie beim Reinigen finden. Zu den beliebtesten Fundstücken gehören:

  • Münzen und vergessene Geldscheine
  • Schmuck und Haarnadeln
  • Nägel, Schrauben und Muttern aus der Heimwerker-Hose

Die Reinigung: Während Sie Hartgegenstände einfach mit den Fingern herauspicken, sollten Sie den Mix aus Staub und Haaren regelmäßig mit einer Bürste oder einem Lappen entfernen. In den feuchten Fusseln bildet sich sonst rasch Schimmel.


🦠 Problemzone 3: Unsichtbarer Schmutz & „Fettläuse“

Moderne Waschmaschinen verbrauchen erfreulich wenig Strom und Wasser. Da moderne Waschmittel bereits bei 40°C hervorragende Ergebnisse erzielen, ist die gute alte 95°C-Wäsche im Alltag kaum noch im Einsatz.

Einen Haken hat die Sache allerdings: Durch die dauerhaft niedrigen Temperaturen setzt sich in der Waschtrommel zunehmend ein Schmutz- und Fettfilm ab. Sobald die ersten grauen Krümel – im Volksmund auch »Fettläuse« genannt – im abgepumpten Spülwasser auftauchen, besteht dringender Handlungsbedarf.

Die Lösung: Einmal Vollprogramm

Um hartnäckige Fettablagerungen zu entfernen, wählen Sie einfach das heißeste Programm (Kochwäsche 90°C/95°C) Ihrer Waschmaschine. Pulver-Waschmittel wie gewohnt einfüllen, aber die Trommel komplett leer lassen. Manche modernen Maschinen verfügen auch über ein spezielles Selbstreinigungsprogramm.

Wenn das nicht hilft, greifen Sie zu professionellen Spezialreinigern. Der große Vorteil dieser Maschinenreiniger: Sie desinfizieren nicht nur, sondern helfen gleichzeitig effektiv gegen Kalkablagerungen.


🧱 Problemzone 4: Der lästige Kalk

Kalk wird fast zwangsläufig zum Problem, wenn Wasser erhitzt wird. Und Kalk ist ein teurer unsichtbarer Feind:

🔋 Stromfresser: Eine fünf Millimeter dicke Kalkschicht auf den Heizstäben erhöht den Energieverbrauch der Maschine um satte 30 Prozent, weil die Hitze nicht mehr richtig durchkommt.
👕 Wäscheschaden: Die Wäsche leidet spürbar unter kalkhaltigem Wasser. Sie bekommt einen unschönen Grauschleier, und bunte Textilien wirken zunehmend blass und ausgewaschen.

In Gegenden mit hohem Härtegrad des Leitungswassers ist es daher ratsam, bei jedem Waschgang Entkalkungsmittel als Tab oder Pulver hinzuzufügen.


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