Der Waschmaschinen-Vergleich


Für den Waschmaschinen-Vergleich habe ich insgesamt 428 Modelle von 13 Herstellern ausgewählt (Stand Juli 2019). Damit ich nicht Äpfel mit Birnen vergleiche, beziehe ich mich dabei immer nur auf Geräte der gleichen Bauweise und Trommelgröße. Das heißt, ich vergleiche 8-kg-Frontlader mit 8-kg-Frontladern und 6-kg-Toplader mit 6-kg-Topladern.

Was der Hersteller sagt, ist entscheidend

Die notwendige Datenbasis liefern die Hersteller selbst. Sie müssen anhand eines standardisierten Verfahrens ohnehin Werte erheben und veröffentlichen, damit sie den entsprechenden Vorgaben der EU genügen. Der Vorteil: Die Maschinen wurden unter den gleichen Bedingungen getestet, sodass die Zahlen das reale Leistungsvermögen widerspiegeln.

Meiner Meinung nach sind diese konkreten Leistungsdaten viel aussagekräftiger als beispielsweise ein Energielabel wie etwa A+++. Denn zwischen den A+++-Waschmaschinen können sich mitunter weitaus größere Unterschiede ergeben als beispielsweise zwischen den Gruppen A+++, A++ und A+ selbst. Klingt im ersten Moment vielleicht etwas merkwürdig. Entspricht aber der Realität auf dem Waschmaschinen-Markt.

Die 13 Hersteller

  • AEG
  • Amica
  • Bauknecht
  • Beko
  • Blomberg
  • Bomann
  • Bosch
  • Comfee
  • Gorenje
  • LG Electronics
  • Miele
  • Samsung
  • Siemens

Wenn Sie die Liste überfliegen, werden Sie sich möglicherweise fragen: Warum nur diese Hersteller? Es gibt schließlich noch mehr Waschmaschinen-Marken, die in Deutschland erhältlich sind. Das ist zweifelsohne richtig. Aber ich benötige für meinen Vergleich vollständige Angaben seitens der Hersteller. Wenn ich diese auf deren Internetseiten nicht vorfinde, werde ich die Waschmaschinen der betroffenen Firmen nicht berücksichtigen.

Das bedeutet natürlich nicht automatisch, dass diese Geräte deshalb schlechter wären. Ich kann sie lediglich nicht mit anderen Modellen umfassend vergleichen. Deshalb habe ich auf sie bei meiner Auswahl verzichtet. Mir persönlich ist diese Transparenz nun einmal wichtig. Ich will Ihnen deshalb aber nicht den Kauf einer anderen Marke madig machen. Für Sie spielen ja möglicherweise ganz andere Kriterien eine Rolle.

Die Leistungsmerkmale

Ich habe folgende Werte für meinen Vergleich ausgewählt, weil ich sie für relevant halte:

  • Gerätetiefe
  • Stromverbrauch
  • Wasserverbrauch
  • Restfeuchte
  • Lautstärke beim Waschen und Schleudern
  • Waschdauer

Obacht bei den Zahlen

Wenn ich mal von Gerätemaßen und Geräuschentwicklung absehe, handelt es sich um Zahlen, die Sie nicht allzu wörtlich nehmen sollten. Also, wenn es z.B. heißt, ein bestimmtes Modell verbrauche 152 Kilowattstunden Strom pro Jahr, dann bedeutet dies nicht, dass Ihr Gerät ebenfalls exakt diesen Stromverbrauch aufweisen wird.

Die Hersteller sind von der EU angehalten, 220 Waschgänge durchzuführen, um den entsprechenden Wert zu ermitteln. Sie selbst benutzen Ihre Waschmaschine aber vielleicht 300 Mal im Jahr. Oder auch nur 100 Mal. Folglich wird Ihr tatsächlicher Stromverbrauch wahrscheinlich von der Herstellerangabe abweichen. Dennoch kann ich als Kunde anhand der Kennziffern verschiedene Modelle einfach und objektiv miteinander vergleichen.

Wenn Waschmaschine A bei 220 Waschgängen pro Jahr deutlich weniger Strom als Waschmaschine B verbraucht, dann ist dies auch bei 100 oder 300 Waschgängen der Fall. Einziger Unterschied: Je öfter Sie waschen, umso mehr Strom (und damit bares Geld) sparen Sie ein, wenn Sie zu Modell A greifen. Ähnliches lässt sich auch für die übrigen Leistungsmerkmale sagen – von den Gerätemaßen vielleicht einmal abgesehen.

Gerätetiefe

Die Geräteabmessungen sind aus meiner Sicht nicht per se ein Kriterium dafür, ob eine Waschmaschine qualitativ besser oder schlechter als ein anderes Modell ist. Denn nur für einen kleineren Teil der Kunden ist die Gerätegröße von Belang. Den Anderen ist schlichtweg egal, ob die Maschine ein paar Zentimeter mehr oder weniger misst.

Meiner Erfahrung ist am ehesten noch die Gerätetiefe von Bedeutung, und dies insbesondere bei Frontladern. Bei diesem Bautyp müssen Sie auf den angegebenen Wert stets noch den Durchmesser der Tür aufschlagen. Wenn Sie die Waschmaschine in der Küche oder im Bad aufstellen wollen, kann es dann in der Praxis schon mal auf jeden Zentimeter ankommen.

Ein Kompromiss

Vor diesem Hintergrund habe ich zu folgendem Kompromiss gefunden: Ich vergleiche die Gerätemaße miteinander und bilde zu Vergleichszwecken auch einen Mittelwert. Mein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Gerätetiefe.

Bei einem Modell, das deutlich schmaler als die Konkurrenz ist, bewerte ich dies als Stärke. Bei den anderen Geräten verzichte ich jedoch in diesem Punkt auf eine Einordnung unter „Schwäche“ oder „Durchschnitt“. Das gibt dieses Merkmal einfach nicht her, im Unterschied etwa zum Stromverbrauch.

Strom- und Wasserverbrauch

Ich habe ja weiter oben bereits ausgeführt, dass die Herstellerangaben zu Strom- und Wasserverbrauch auf einem standardisierten Verfahren gründen, das insgesamt 220 Waschgänge umfasst. Zusätzlich müssen Sie wissen, dass auch Waschtemperatur, Beladungsmenge, Textilart und sogar der Verschmutzungsgrad der Wäsche laut der entsprechenden EU-Verordnung vorgegeben sind.

Der angegebene Strom- und Wasserverbrauch stimmt also, wie bereits erwähnt, vermutlich nicht exakt mit Ihrem tatsächlichen Energieverbrauch überein. Die Zahlen bilden aber ab, welche Maschinen unter gleichen Bedingungen mehr oder weniger Strom und Wasser verbrauchen. Und sie sind aus Kundensicht zudem viel aussagekräftiger als solche Labels wie A+++, mit denen die Hersteller gerne werben.

Was Ihnen A+++ nicht verrät

Ein simples Beispiel: Nehmen wir mal an, dass der A+++-Grenzwert für eine bestimmte Trommelgröße bei 196 Kilowattstunden Strom pro Jahr liegt. Waschmaschine A verbraucht laut Herstellerangaben 198 kWh pro Jahr, Waschmaschine B 196 kWh und Waschmaschine C nur 97 kWh. Bei Waschmaschine B und C kann der Hersteller damit werben, dass die Geräte A+++ sind, also zur stromsparendsten Kategorie gehören. Bei Waschmaschine A würde es nur zur Kategorie A++ reichen.

Doch ein Blick auf die Zahlen verrät Ihnen ja, dass zwischen Waschmaschine A und B in puncto Stromverbrauch praktisch kein Unterschied besteht. Dafür stellt Waschmaschine C die anderen beiden Modelle aber mal so richtig in den Senkel.

Beträchtlicher finanzieller Unterschied

Wenn ich den durchschnittlichen Strompreis von Sommer 2019 zugrunde lege, dann beträgt der Unterschied zwischen Waschmaschine A und B gerade mal mickrige 60 Cent. Waschmaschine C ist aber pro Jahr rund 30 Euro günstiger im Verbrauch als die beiden anderen Geräte.

Stellen Sie sich vor, Sie nutzen Waschmaschine C fünfzehn Jahre lang. Dann reden wir bereits über 450 Euro Ersparnis. Es ist natürlich sinnvoll, wenn Sie solche zu erwartenden Folgekosten in Ihre Kalkulation miteinbeziehen können, sobald Sie die Kaufpreise mehrerer Waschmaschinen miteinander vergleichen.

Restfeuchte

Wenn Sie sich bei einem Händler nach Waschmaschinen umschauen, ist in der Regel immer die maximale Schleuderdrehzahl vorneweg mit angegeben. Dieser Wert – 1.200, 1.400, 1.600 Umdrehungen pro Minute o.ä. – kann Ihnen auch als grobe Orientierung dienen. Einfacher Merksatz: Je höher die Schleuderdrehzahl, umso trockener kommt die Wäsche aus der Trommel.

Dennoch unterscheiden sich selbst Modelle mit gleicher Schleuderdrehzahl darin, wie trocken die Kleidung nach dem Waschgang tatsächlich ist. Deshalb ist der entscheidende Wert eben nicht die Drehzahl, sondern die Restfeuchte, die immer in Prozent angegeben ist. Mit anderen Worten: Der Prozentwert verrät Ihnen, wie viel von dem Wasser aus dem Waschgang dem Kleidungsstück nach dem Schleudern noch anhaftet.

Wann die Restfeuchte eine Rolle spielt

Warum ist die Restfeuchte aber überhaupt wichtig? Erstens: Je mehr Wasser in der Kleidung verbleibt, umso länger dauert das Trocknen. Zweitens: Falls Sie einen Wäschetrockner nutzen, verteuert sich der Trockenvorgang, weil die Maschine jedes Mal entsprechend mehr heiße Luft erzeugen muss, um es mal salopp auszudrücken.

Das bedeutet umgekehrt für Sie: Wenn Sie Ihre Wäsche eh im Garten oder auf dem Balkon zum Trocknen aufhängen und gar keinen Wäschetrockner besitzen, dann spielt der Wert für die Restfeuchte bzw. die Schleuderdrehzahl keine wichtige Rolle für Sie. Andernfalls schon.

Spezialprogramme verändern die Drehzahl

Sie sollten darüber hinaus beachten, dass Ihre Waschmaschine ohnehin nicht immer mit der höchsten Drehzahl schleudern wird. Etliche Spezialprogramme drosseln die Geschwindigkeit nämlich herunter. Typisches Beispiel: Das Programm „Hemden/Blusen“, welches sich mittlerweile bei sehr vielen Waschmaschinen findet.

Ein Schleudern mit 1.400 oder 1.600 U/min. würde die Textilfasern stauchen, ein starker Wasserentzug den Knittereffekt zusätzlich verstärken. Und dieses Waschergebnis ist bei Hemden nun mal nicht erwünscht. Deswegen drehen die entsprechenden Programme meist nur mit 800 U/min.

Textilfasern und Restfeuchte

Auch die Textilfaserart wirkt sich auf die tatsächliche Restfeuchte aus. Funktionskleidung aus Polyester und ähnlichen Materialien kann grundsätzlich weitaus weniger Wassermoleküle binden als etwa Baumwolle, weshalb letztere Textilart gewöhnlich als Referenzgröße für den im EU-Datenblatt angegebenen Restfeuchte-Wert herangezogen wird. In den ausführlichen Bedienungsanleitungen finden Sie aber mitunter auch detailliertere Auflistungen, welche Textilien welche Restfeuchte bei bestimmten Waschprogrammen enthalten.

Fazit: Hohe Schleuderdrehzahlen von 1.400 oder 1.600 U/min. können Sie bei Ihrer Waschmaschine nur bei strapazierfähigen Wäschestücken aus Baumwolle, Leinen oder Mischgewebe (z.B. Handtücher, T-Shirts etc.) erwarten.

Lautstärke

Die Hersteller geben den Geräuschpegel einer Waschmaschine in dB(A) an – landläufig auch Dezibel genannt – und unterscheiden dabei zwischen normalem Waschbetrieb sowie Schleudergang. Eine der häufigsten Fragen, die sich Kunden in diesem Zusammenhang stellen: Höre ich denn überhaupt den Unterschied zwischen ein oder zwei Dezibel heraus? Anders formuliert: Habe ich etwas davon, wenn Waschmaschine A laut Herstellerangaben leiser läuft als Waschmaschine B?

Das hängt zunächst natürlich von Ihrer persönlichen Geräuschempfindlichkeit ab. Da reagiert jeder Mensch unterschiedlich sensibel. Die Einen können die typischen, immer gleichen Laufgeräusche problemlos ausblenden. Die Anderen fühlen sich durch die permanente Geräuschkulisse schnell in ihrer Konzentration gestört oder gar genervt. Das müssen Sie selbst entscheiden, zu welcher der beiden Gruppe Sie sich zählen würden.

Pkw oder Lkw?

Aber es gibt auch objektive Unterschiede zwischen verschiedenen Dezibel-Werten. 75 dB(A) entsprechen zum Beispiel den Geräuschen eines fahrenden Pkws, 80 dB(A) denen eines Lkws. Viele Waschmaschinen bewegen sich während des Schleuderns just in diesem Bereich zwischen 75-80 dB(A). Überspitzt formuliert: Je nachdem, wie Sie sich da beim Kauf entscheiden, holen Sie sich entweder ein Auto oder einen Laster in die Wohnung. Ist schon ein ziemlicher Unterschied – meine Meinung.

Doch die meiste Zeit läuft eine Waschmaschine im normalen Waschbetrieb. Diese Lärmemission erscheint mir deshalb entscheidender zu sein. Dort liegen die Werte der freistehenden Modelle derzeit zwischen 44 und 63 dB(A). Und bei einer Bandbreite zwischen 44 und 63 dB(A) reden wir schon über gewaltige Unterschiede, wie Sie sich vorstellen können, wenn zwischen Pkw und Lkw nur 5 dB(A) liegen.

Waschdauer

Ein Leser schrieb mir mal sinngemäß: „Meine Waschmaschine hat noch nie so lange fürs Waschen gebraucht, wie Sie da schreiben! Ihre Zahlen müssen falsch sein.“ Nein, meine angegebenen Werte stimmten in diesem Fall, da sie den Herstellerangaben entsprachen. Aber Herstellerangaben und Praxis sind mitunter zweierlei Paar Schuhe. Woran liegt das?

Für die Waschdauer gilt das Gleiche wie für Energieverbrauch und Restfeuchte. Die Hersteller müssen nach EU-Vorgaben – die entsprechende Norm nennt sich EN 60456 – bestimmte Waschgänge durchführen und daraus ihre Werte ermitteln. Im Bezug auf die Waschdauer sind dies:

  • 60° C vollbeladen
  • 60° C teilbeladen
  • 40° C teilbeladen

Besonders krasse Unterschiede

Die meisten Hersteller nutzen hierfür ihre Baumwoll-Standardprogramme bzw. ECO-Programme. Letzteres dürfte zu besseren Werten beim Energieverbrauch führen. Aber auf der anderen Seite dauert das Waschen nun mal mit den Spareinstellungen deutlich länger.

Möglicherweise erklären sich besonders krasse Unterschiede zwischen einzelnen Waschmaschinen hinsichtlich ihrer Waschgeschwindigkeit dadurch, dass bei dem vermeintlich schnellen Modell gar kein ECO-Programm vorhanden ist bzw. nicht vom Hersteller für die Wertermittlung eingesetzt wurde.

Das kann ich als Laie jedoch nicht nachvollziehen. Insofern ziehe ich aus den angegebenen Daten die Erkenntnis: Manche sind halt einfach schneller als andere. Ob dies zulasten beispielsweise des Stromverbrauchs geht, kann ich sofort herausfinden, wenn ich einen Blick auf den entsprechenden Vergleichswert werfe.

Rätsel BSH

Ein Rätsel geben mir die Geräte des Herstellers der Marken Bosch/Siemens (BSH) auf. Dort fallen die ermittelten Zahlen für die drei Testprogramme stets identisch aus: Das heißt, Modell A benötigt für die Programme jeweils 200 Minuten, Modell B je 210 Minuten, Modell C je 270 Minuten usw.

Das ist für mich unlogisch und bei vielen anderen Waschmaschinen eben auch anders. Ich will aber nicht glauben, dass bei BSH schlicht Faulheit die Ursache für diese seltsamen Werte ist. Ich vermute, es gibt einen plausiblen Grund, warum die Zahlen übereinstimmen. Nur kann ich als Kunde diesen Grund den Beschreibungen des Herstellers nicht entnehmen. Ich kann Sie folgerichtig nur auf dieses Kuriosum hinweisen, ohne es Ihnen erklären zu können.

Weitere Unstimmigkeiten

Apropos Unstimmigkeiten: Bei dem Hersteller Beko fiel mir zum Beispiel auf, dass es hier und da Abweichungen bei den Gerätemaßen zwischen Hersteller-Datenblatt und EU-Datenblatt gab. Okay, das hat jetzt nichts mit der Waschdauer zu tun. Aber ich will die Gelegenheit nutzen, um Ihnen darzulegen, wie ich mit derartigen Informationen umgehe.

Wenn mir solche oder ähnliche Abweichungen auffallen, mache ich diese für Sie natürlich kenntlich. In die Vergleichsdatenbank fließen dann die „schlechteren“ Werte ein. Nennen Sie es vorauseilenden Pessimismus. Aber was soll ich machen, wenn die Hersteller selbst unterschiedliche Angaben veröffentlichen? Als Kunde sollte ich im eigenen Interesse immer vom Worst-Case-Szenario ausgehen.

Programme und Funktionen

Die Waschprogramme, Optionen, Bedienungskomfort und Sicherheit lassen sich meines Erachtens nicht in Zahlen messen und vergleichen. Was nützt Ihnen eine Herstellerangabe, dass ein Modell über 18 Programme verfügt? Richtig, nichts. Es kommt auf die Qualität der jeweiligen Programme an. Und genau darin unterscheiden sich Waschmaschinen voneinander.

Eine subjektive Einschätzung

In den Einzelbeiträgen zu jedem Modell gebe ich meine Einschätzung ab, wie das jeweilige Gerät in diesen Punkten im Vergleich zur Konkurrenz abschneidet. Das können Sie glauben oder auch nicht. Die Bewertung beruht schließlich nicht auf objektiven Zahlen, sondern auf meiner persönlichen Meinung. Sie können sich jedenfalls darauf verlassen, dass ich mir jede Maschine einzeln zu Gemüte führe und meine Beurteilung nicht ins Blaue hinein treffe.

Mein Ratschlag an Sie: Behalten Sie dennoch immer Ihren persönlichen Bedarf im Auge. Mag ja sein, dass eine Waschmaschine vollgestopft ist mit den tollsten Spezialfunktionen, die es derzeit gibt. Aber werden Sie diese im Alltag wirklich alle nutzen? Diese Frage können nur Sie selbst beantworten.

Erläuterung von Programmen und Funktionen

Dazu sollten Sie allerdings wissen, was ein konkretes Programm bewirkt und wozu eine bestimmte Funktion überhaupt dient. Die Herstellerbeschreibungen, die Sie bei den Händlern nachlesen können, sind ja oftmals recht blumige Werbetexte. Mein Lieblingsbeispiel hierfür ist das sogenannte „Pet Hair Removal“ (Tierhaarentfernung) von Beko, mit dem die Firma die große Gruppe der Tierbesitzer umgarnt.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich halte das recht clever von Beko. Man zeigt dem Kunden eine konkrete Anwendungsmöglichkeit auf. Damit ist für mich auch der Nutzen klar, den ich von dem Waschprogramm habe. Da gibt es ja überhaupt nichts zu meckern.

Doch natürlich zupfen da nicht die fleißigen Heinzelmännchen die Tierhaare einzeln aus der Wäsche. Stattdessen läuft das normale Waschprogramm automatisch inklusive Vorwäsche und einem zusätzlichen Spülgang ab. Das können Sie auch mit einer x-beliebigen Waschmaschine nachahmen, die nicht über dieses Programm verfügt. Sie müssen dazu nur mehr Einstellungen vornehmen.

Damit Sie einen Überblick bekommen, was hinter den verschiedenen Programmen und Funktionen steckt, lege ich im Laufe der Zeit für jeden Hersteller eine Unterseite zu dessen Waschmaschinen an. Dort erkläre ich die einzelnen Programme und Funktionen, sofern der Hersteller dazu sachliche Erläuterungen (kein Werbe-Schnack!) anbietet, etwa auf seiner Homepage oder in der Bedienungsanleitung. Dann können Sie selber entscheiden, ob die jeweilige Ausstattung Ihrem Bedarf entspricht.

Vertrauen ist gut …

Ich gebe mir Mühe, möglichst genau zu arbeiten. Aber Fehler bleiben natürlich nicht aus. Deswegen gilt das alte Sprichwort: Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser. Wenn für Ihre Kaufentscheidung ein entscheidendes Detail von besonderer Bedeutung ist, kann ich Ihnen nur empfehlen, nochmals die Produktseite des Herstellers zu überprüfen oder bei Unklarheiten Kontakt zum Hersteller aufzunehmen. Ich werde bei jeder Waschmaschine am Ende des Artikels u.a. einen direkten Link zu der entsprechenden Produktseite des Herstellers anführen, damit Sie sich eine langwierige Suche sparen.

Das ist ohnehin meine Motivation für diesen Vergleich. Ich bin bestimmt kein Waschmaschinen-Papst. Ich nenne auch keine Lagerhalle mein Eigen, in der sich hunderte von Waschmaschinen stapeln, die ich dort auf Herz und Nieren prüfe. Ob ein Gerät qualitativ gut verarbeitet oder langlebig ist, kann ich Ihnen nicht beantworten. Dafür fehlt mir schlichtweg die Kompetenz.

Meine Vergleichsgrundlage sind die Herstellerangaben. Anhand dieser versuche ich herauszuarbeiten, was eine Maschine tatsächlich kann und wie sie gemäß ihrer Werte gegenüber der Konkurrenz abschneidet. Ich gehe genau so vor, wie ich es als normaler Käufer tue.

Alle Daten und Informationen, die ich verwende, können Sie theoretisch also auch selber zusammentragen. Allerdings ist das angesichts mehrerer hundert Waschmaschinen ein zeitraubendes und aufwändiges Unterfangen. Im besten Fall erspare ich Ihnen diese mühselige Arbeit, sodass Sie weitaus schneller zu einer Entscheidung gelangen können. Das ist zumindest mein Anliegen.

 

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